Vogelstimmen erkennen

Viele Vögel hörst du, lange bevor du sie siehst. Hier findest du alle 47 Arten des Vogelkompass zum Anhören, geordnet nach dem Ort, an dem du sie am ehesten hörst. Tippe auf den Knopf, um den Ruf abzuspielen.

So lernst du Vogelstimmen

  1. Mit wenigen Arten anfangenAmsel, Kohlmeise, Buchfink, Rotkehlchen und Zaunkönig singen fast überall. Wer diese fünf sicher kennt, erkennt im Garten schon die meisten Stimmen.
  2. Merksprüche nutzenDie Kohlmeise ruft „zi-zi-bä“, der Buchfink schmettert eine Strophe mit Endschnörkel, die Ringeltaube gurrt „gu-guuh-gu, gu-gu“.
  3. Früh rausgehenIm April und Mai singen die meisten Vögel in der Stunde vor und nach Sonnenaufgang. Im Herbst und Winter hörst du dagegen vor allem kurze Rufe.
  4. Gesang und Ruf unterscheidenGesang dient Revier und Partnersuche und ist lang und melodisch. Rufe sind kurze Kontakt- und Warnlaute, die das ganze Jahr zu hören sind.
  5. Regelmäßig übenEin paar Minuten am Tag reichen. Teste dich im Quiz nach Ruf.

Im Garten und in der Stadt 20

Diese Stimmen hörst du vor dem Fenster, im Park und auf dem Friedhof.

  • Amselmelodischer, flötender Gesang; bei Störung ein lautes „tix-tix-tix“ 17 s
  • Bachstelzescharfes „zississ“, oft im wellenförmigen Flug 20 s
  • Blaumeisehohes „zi-zi-zirrr“ und schimpfendes Zetern 11 s
  • Dohlehelles, metallisches „kjack“ 13 s
  • Elsterlautes, schnarrendes „tschak-tschak-tschak“ 20 s
  • Feldsperlingkurzes „tschilp“ und ein hartes „tek-tek“ im Flug 16 s
  • Grünfinkgedehntes, nasales „dschuiii“ und klingelnde Triller 15 s
  • Grünspechtlautes, lachendes „klü-klü-klü-klü“ 14 s
  • Hausrotschwanzkurzer Gesang mit knirschendem, kratzendem Mittelteil; Ruf „fiid tek-tek“ 20 s
  • Haussperlinglautes „tschilp“, oft im Chor 11 s
  • Heckenbraunellehohes, hastiges Zwitschern; Ruf ein feines „tiih“ 20 s
  • Kohlmeise„zi-zi-bä“ und viele andere Rufe 11 s
  • Mauerseglerschrilles „srieh“, oft im Chor 19 s
  • Nachtigallkraftvoller Gesang mit schluchzenden „lü-lü-lü“-Reihen und Crescendo 20 s
  • Ringeltaubedumpfes, fünfsilbiges Gurren „gu-guuh-gu, gu-gu“ 20 s
  • Rotdrosselfeines, gedehntes „ziieh“, nachts beim Überfliegen 20 s
  • Rotkehlchenscharfes „zick“, Gesang wehmütig-perlend 14 s
  • Starvielseitiges Schwätzen und Pfeifen, imitiert andere Vögel 20 s
  • Stieglitzhelles, perlendes „stiglit“ und zwitschernder Gesang 18 s
  • Zaunkönigschmetternder, sehr lauter Gesang mit Trillern; Warnruf „zerr“ 16 s

Im Wald 12

Am lautesten im Frühjahr, kurz vor und nach Sonnenaufgang.

  • Bergfinkquäkendes, gedehntes „äääp“ 20 s
  • Buchfinkschmetternder Gesang mit Endschnörkel, Ruf „pink-pink“ 17 s
  • Buntspechtscharfes „kix“ und kurze, schnelle Trommelwirbel 20 s
  • Eichelhäherheiseres, lautes Kreischen „rätsch“, der Warner des Waldes 10 s
  • Gimpelleises, wehmütiges Flöten „djü“ 19 s
  • Kleiberlautes, pfeifendes „tuit-tuit-tuit“ 14 s
  • Kuckuckdas bekannte „ku-kuck“ des Männchens, beim Weibchen ein kicherndes Trillern 18 s
  • Mönchsgrasmückeerst leises Schwätzen, dann laute, klare Flötentöne; Ruf hartes „tack“ 20 s
  • Schwanzmeisefeines „sri-sri-sri“ und schnarrendes „tserr“ 16 s
  • Singdrossellaute Strophen, jede zwei- bis dreimal wiederholt; Ruf kurzes „zipp“ 20 s
  • Sperberschnelles „kjikjikji“, meist nur am Brutplatz 10 s
  • Tannenmeisehohes, schnelles „sitüh-sitüh“ 20 s

Auf Feld und Wiese 9

Offene Landschaft: Hier tragen Rufe weit, oft hörst du die Vögel, bevor du sie siehst.

  • Blässganshelles, schnelles „kliu-kliu“ 20 s
  • Feldlercheendlos trillernder, zwitschernder Gesang aus großer Höhe 20 s
  • Kiebitzklagendes „kiju-wit“, daher der Name 20 s
  • Kranichlautes, trompetendes „grruh-grruh“ 16 s
  • Mäusebussardmiauendes „hiääh“ 20 s
  • Rabenkräheraues, tiefes „krah-krah-krah“ 20 s
  • Rauchschwalbefröhliches Zwitschern, im Flug „witt witt“ 19 s
  • Turmfalkehelles, schnelles „kikikiki“ 14 s
  • Weißstorchlautes Schnabelklappern, sonst fast stumm 12 s

Am Wasser und an der Küste 6

An Seen, Bächen und im Watt, viele dieser Arten rufen auch im Flug.

  • Erlenzeisighelles „tilü“ und anhaltendes Zwitschern 16 s
  • Graureiherlautes, raues „kraink“ 20 s
  • Kormoranmeist stumm, an Kolonien kehlige Laute 13 s
  • StockenteWeibchen laut „quaak-quaak“, Männchen leise und heiser 17 s
  • Wasseramselscharfes „zrrb“, im Herbst auch leiser Gesang 13 s
  • Weißwangenganskurzes, hundeartiges Bellen „kak“ 18 s

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Alle Aufnahmen stammen von xeno-canto und Wikimedia Commons, die Urheber stehen im Bildnachweis und auf den Artseiten.

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