Nachtigall
Luscinia megarhynchos
Sommergast15–17 cm
Stadt & GartenWald
Singt ab Mitte April laut und abwechslungsreich, auch nachts. Zu sehen ist sie selten, weil sie sich im dichten Gebüsch versteckt. Berlin gilt als Hauptstadt der Nachtigallen.
So erkennst du sie
- Schlicht braun oben, hellgraue Unterseite
- Rostroter Schwanz, besonders im Flug sichtbar
- Große dunkle Augen mit hellem Augenring
- Ruf
- kraftvoller Gesang mit schluchzenden „lü-lü-lü“-Reihen und Crescendo
- Wo zu finden
- Dichte Gebüsche, Parks und Auwälder, vor allem in Ost- und Süddeutschland; im Nordwesten selten
- Größe
- 15 bis 17 cm Körperlänge
Wann im Jahr
Anwesend: April bis August. Hauptzeit: April, Mai.
Bei uns anzutreffen: April bis August. Besonders gut zu sehen im April und Mai.
Lebensweise
Was frisst die Nachtigall?
Insekten, Würmer und Spinnen aus der Laubschicht am Boden, im Spätsommer auch Beeren.
Gesang und Rufe
Einer der berühmtesten Vogelgesänge: kraftvoll, mit schluchzenden „lü-lü-lü“-Reihen und anschwellenden Tönen. Sie singt vor allem von Ende April bis Juni, auch tagsüber.
Brutzeit und Nest
Brütet im Mai und Juni in dichtem Gebüsch nahe am Boden. Meist legt das Weibchen vier bis fünf Eier.
Gut zu wissen
Vor allem Männchen ohne Partnerin singen nachts. Sie kommt Mitte April aus Westafrika und zieht im August wieder fort. Berlin gilt als Hauptstadt der Nachtigallen.
So hilfst du ihr
Dichte, ungestörte Gebüsche mit Laubschicht am Boden erhalten, statt alles sauber zu räumen.
Beobachtungstipp
An milden Mainächten in Parks und Auwäldern, Berlin ist dafür bekannt.
Nicht verwechseln mit der Gartengrasmücke
Die Gartengrasmücke ist graubraun, ohne rötlichen Schwanz.